STIHL Tipp
Achte darauf, dass Dein Holzunterstand vom Haus aus gut mit der Schubkarre zu erreichen ist – so wird der Transport der Holzscheite zu Deinem Ofen oder Kamin nicht zum Kraftakt.
Du willst Dein Brennholz sicher und trocken lagern? Wir zeigen Dir, wie Du einen Holzunterstand selber baust.
21.01.2026
Ob Du eine Genehmigung brauchst, wenn Du einen Holzunterstand selbst baust, hängt von der Größe und Nutzung Deines Unterstandes ab. Häufig ist ein Bau, der ausschließlich zur Aufbewahrung von Kaminholz dient, in Österreich verfahrensfrei. Im Zweifel raten wir Dir, bei Deinem zuständigen Bauamt um Auskunft zu bitten, ob der Bau eines Holzunterstandes für Dich genehmigungspflichtig ist.
Richte die offene Seite Deines Unterstandes nach Süden/Süd-Osten aus, damit Dein Brennholz vor Wettereinflüssen besser geschützt ist und Du die Sonnenwärme effizient nutzen kannst.
Um Dein Holz richtig zu stapeln, achte unbedingt darauf, dass das Holz keinen Bodenkontakt hat, da sonst Bodenfeuchtigkeit an das Holz gelangen kann. Hier eignet sich ein Unterstand besonders gut. Darin solltest Du vorne in der untersten Reihe einige Holzscheite querlegen, um sicherzustellen, dass Dir das gelagerte Holz nicht entgegenkommt. Staple nun Dein Brennholz so, dass die Scheite nicht zu dicht aneinander liegen. Auf diese Weise ist eine ausreichende Luftzirkulation gewährleistet, damit das Holz trocknen kann.
Holz muss etwa zwei Jahre lagern, um die gesetzlich vorgeschriebene Restfeuchte von weniger als 25 Prozent zu erhalten. Hartholz braucht länger als Weichholz zum Trocknen, ist dafür aber weniger empfindlich gegenüber Witterungseinflüssen.
Wenn Du Dein Brennholz in einem Unterstand lagerst, kann es an der frischen Luft ausreichend trocknen, während es vor Witterungsbedingungen und anderen Einflüssen geschützt ist. Daher ist es eine gute Idee, ein Holzlager zu bauen. Von einer Kaminholz-Aufbewahrung im Keller oder anderen geschlossenen Räumen ist aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit und der fehlenden Luftzirkulation abzuraten.
Die Nutzung von Feuerholz ist fast so alt wie die Menschheit selbst und erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Das Heizen mit Brennholz ist dabei nicht nur schön, sondern bringt auch ganz praktische Vorteile mit sich: Weil bei der Verbrennung von Holz nur so viel Kohlendioxid freigesetzt wird, wie der Baum während des Wachstums aufgenommen hat, gilt das Heizen mit Holz als CO2-neutral. Zudem kann Brennholz angesichts steigender Energiepreise künftig eine attraktive Alternative zu Brennstoffen wie Gas oder Heizöl darstellen.
Wer möchte, kann Brennholz selber sägen. Doch auch wenn Sie fertiges Kaminholz im Handel kaufen, sollten Sie darauf achten, das Brennholz richtig zu lagern. Denn nur trockenes Holz lässt sich im Ofen oder Kamin effizient und schadstoffarm verbrennen. In Deutschland ist eine Restfeuchte von weniger als 25 Prozent gesetzlich vorgeschrieben (§ 3 1. BlmSchV).
Wenn Du Dein Brennholz selbst schlägst, sollte es anschließend etwa zwei Jahre trocknen. Achte jedoch darauf, Dein Holz nicht länger als ungefähr fünf Jahre zu lagern, weil es sonst beginnt, an Heizwert zu verlieren.
Während von einer Lagerung im Keller oder Schuppen aufgrund der fehlenden Luftzirkulation abzuraten ist, eignet sich besonders ein Brennholzunterstand im Garten, um Ihr Holz ausreichend zu trocknen. Erfahre noch mehr zur optimalen Lagerung von Brennholz und wie Du Dein Holzlager selbst bauen kannst.
Willst Du Dein Holz richtig lagern und scheust Dich nicht vor einer Herausforderung?
Dann kannst Du Dir ganz einfach einen Unterstand für Holz bauen. In unserer Anleitung erfährst Du, wie Du mit der richtigen Ausrüstung und dem nötigen handwerklichen Geschick einen Holzunterstand selbst bauen kannst. Für dieses Projekt solltest Du etwas Zeit einplanen. Um den Holzunterstand zu bauen, ist mit einem Zeitaufwand von etwa ein bis zwei Tagen zu rechnen.
Wenn Du mit dem Bau im September beginnst, ist Dein Brennholzunterstand rechtzeitig zur Heizperiode fertig, bevor die Holzhandlung die Holzscheite liefert oder Du ab Oktober mit dem Sägen von Brennholz beginnst. Wie Du Dein Brennholz anschließend richtig lagerst, zeigen wir Dir am Ende dieses Artikels.
Wenn Du einen Holzunterstand selbst bauen möchtest, sind zunächst einige vorbereitende Überlegungen notwendig.
An welchem Platz soll der Unterstand am besten stehen? Ist eine Baugenehmigung erforderlich?
Mit der richtigen Planung stellst Du sicher, dass Du die Herausforderung sicher und erfolgreich meisterst – und der Holzunterstand seinen Zweck erfüllt.
Damit Du Deinen Holzunterstand effektiv nutzen kannst, solltest Du bereits bei der Wahl des Standortes ein paar Dinge beachten. In Mitteleuropa herrscht in der Regel eine sogenannte Westwindwetterlage, das heißt, Niederschläge gehen häufig aus westlicher Richtung nieder. Richte daher, wenn möglich, die offene Seite nach Süden/Süd-Osten aus, damit sie vor Regen, Wind oder Schnee besser geschützt ist. Dies gilt besonders, wenn Du einen Holzunterstand ohne Rückwand bauen möchtest.
Ideal ist zudem ein Platz an der Südseite des Hauses. So nutzt Du die Sonnenwärme, um dem Holz die Feuchtigkeit zu entziehen. Wenn Du Deinen Unterstand aus Holz selbst bauen und an einer Hauswand aufstellen willst, ist ein Abstand von etwa 10 Zentimetern zu empfehlen, um eine ausreichende Luftzirkulation zu gewährleisten. In diesem Fall solltest Du jedoch die Dachneigung zur Front ausrichten, damit Tropfwasser nach vorne abfließen kann.
STIHL Tipp
Achte darauf, dass Dein Holzunterstand vom Haus aus gut mit der Schubkarre zu erreichen ist – so wird der Transport der Holzscheite zu Deinem Ofen oder Kamin nicht zum Kraftakt.
Häufig ist der Bau eines Unterstandes, der ausschließlich zur Aufbewahrung von Kaminholz dient, in Österreich verfahrensfrei. Je nach Größe und Nutzung kann jedoch eine Genehmigung erforderlich sein. Da sich die Regelungen von Gemeinde zu Gemeinde unterscheiden, solltest Du im Zweifel bei Deinem zuständigen Bauamt um Auskunft bitten, ob der Bau eines Holzunterstandes für Dich genehmigungspflichtig ist. Dort erfährst Du auch, welche Grenzabstände Du einhalten musst.
Ist der richtige Standort gewählt und die Genehmigung geklärt, kannst Du damit beginnen, Deinen Brennholzunterstand selbst zu bauen.
Ein ambitioniertes Projekt wie Dein selbstgebauter Holzunterstand braucht eine entsprechende Vorbereitung. Neben der passenden Schutzkleidung legst Du Dir am besten bereits die Materialien und Werkzeuge bereit, die Du benötigst, um den Holzunterstand zu bauen.
Hinweis: Falls Du das benötigte Bauholz im Baumarkt nicht exakt in den unten angegebenen Maßen erhältst, entscheide Dich stets für die nächstgrößere, nicht für die kleinere Stärke.
Holz aus nachhaltiger Waldwirtschaft wählen
Greife bevorzugt auf vorhandene Holzreste zurück. Nach Bedarf erwirbst Du regionales Holz aus nachhaltiger Waldwirtschaft mit entsprechendem Siegel, das ohne lange Transportwege in Deinen Garten gelangt. So weißt Du genau, wo Dein Holz herkommt, und tust der Umwelt etwas Gutes.
6 Fundamentsteine, mit Fassung für 50 mm Balken
Fundamentbalken (Fichte), 100 x 50 mm für insgesamt 3 Meter
Konstruktionsholz (Fichte/Kiefer), 76 x 50 mm für insgesamt gut 23 Meter
Latten, 69 x 22 mm für insgesamt gut 51 Meter
Kanthölzer, 22 x 22 mm für insgesamt gut 7,5 Meter
Wellblech, 2200 x 1300 mm (sowie Schrauben, Unterleger und Abstandshalter)
Spanplattenschraube Senkkopf 4,5 x 50 mm
Spanplattenschraube Senkkopf 3,5 x 40 mm
Spanplattenschraube Senkkopf 6 x 100 mm
Splitt
Schotter
Falls Punktfundament statt Fundamentsteine: 6 Winkelverbinder 7 x 7 x 5 cm mit Steg und 12 Betondübel samt Schrauben
Die Arbeit mit starken Geräten macht Freude und lässt Dich über Dich hinauswachsen. Gut, wenn Du dabei auf eine wirkungsvolle und sichere Schutzkleidung setzen kannst. Trage beim Arbeiten mit dem Gehölzschneider immer Deine persönliche Schutzausrüstung. Dazu gehören beispielsweise Schutzbrille, Handschuhe und mehr. Details erfährst Du in der Bedienungsanleitung für Dein Produkt. Mache Dich vor dem ersten Arbeitseinsatz gründlich mit Deinem Gerät vertraut und stelle vor jedem Einsatz sicher, dass Dein Gerät in einwandfreiem Zustand ist. Dein STIHL Fachhandel bereitet auf Wunsch jedes Gerät für den ersten Einsatz vor und berät Dich bezüglich der Schutzkleidung zu Modellen und Größen, die Du in aller Ruhe anprobieren kannst. Denk bitte daran, dass eine persönliche Schutzausrüstung kein Ersatz für eine sichere Arbeitstechnik ist.
Unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt Dir, wie Du Deinen Holzunterstand selbst bauen kannst.
Hinweis: Wird der Kaminholzunterstand auf einer Pflaster- oder Betonoberfläche stehen, kannst Du die Schritte 1 bis 3 überspringen.
STIHL Tipp
Um Deinen Holzunterstand vor verschiedenen Einflüssen zu schützen, verwende für den Bau am besten vorimprägniertes Holz.
Damit der Holzunterstand stabil steht, benötigt er ein belastbares Fundament.
Plane den Boden der Fläche, auf der der Unterstand später stehen soll, und befreie ihn von Unkraut. Stecke danach die genauen Umrisse des Unterstandes am gewünschten Standort ab.
Heb anschließend die Löcher für die Fundamentsteine aus. Für die Tiefe dient als Richtwert die Steinhöhe plus 30 Zentimeter.
Verdichte den Boden in den ausgehobenen Löchern und fülle zunächst 20 Zentimeter Schotter und darüber 10 Zentimeter Splitt pro Loch ein. Setze nun die Fundamentsteine ein, sodass sie nicht höher als 1 Zentimeter aus dem Boden ragen. Den Zwischenraum bedeckst Du mit einem Gemisch aus Schotter und Splitt.
Da das Holz in Deinem Unterstand auf keinen Fall vom Boden her feucht werden sollte, benötigst Du einen Rahmen, der Abstand zwischen dem Brennholz und der Erde schafft. Säge hierfür zunächst 3 Bodenbalken mit der Motorsäge auf 1 Meter Länge ab, um sie anschließend auf die Fundamentsteine zu legen.
STIHL Profi-Tipp
Wenn Du Fundamentsteine ohne Aussparung für Balken verwendest, fixiere die Fundamentbalken mit Winkelverbindern darin. Dafür brauchst Du einen entsprechenden Betonbohrer für Deine Bohrmaschine.
Mit einem Gehölzschneider wie dem STIHL Akku-Gehölzschneider GTA 26 längst Du nun das 76 x 50 mm Konstruktionsholz passend ab und baust einen Holzrahmen aus dem Bauholz. Für den Bodenrahmen benötigst Du folgende Maße:
2x 1000 mm
3x 1900 mm
Nachdem Du die Querstrebe montiert hast, legst Du den Rahmen auf die Bodenbalken und schraubst ihn mit 6 x 100 mm Schrauben fest. Die 90°-Balkenverbindungen verschraubst Du auf Stoß und ziehst die Schraube in einem Winkel von etwas weniger als 90° fest. Es geht immer leichter, wenn Du die Schraublöcher vorbohrst. Wo die Verschraubung auf Stoß – so wie beim Querbalken des Dachrahmens – nicht funktioniert, drehst Du die Schrauben im 45°-Winkel durch beide Balken.
Säge das 76 x 50 mm Konstruktionsholz mit einer Motorsäge folgendermaßen zurecht:
2x 1350 mm für die vorderen Stützen, oben 8° angewinkelt
2x 1225 mm für die hinteren Stützen, oben 8° angewinkelt
Achtung: Die vorderen Pfosten sollten etwa 12,5 Zentimeter höher als die hinteren sein, um das Gefälle für die notwendige Dachneigung zu gewährleisten. Steht Dein Brennholzunterstand jedoch an einer Hauswand, richte die Neigung nach vorne aus.
Montiere die Pfosten nun von innen an den Ecken des Bodenrahmens.
Jetzt fertigst Du den Boden Deines Unterstands an, auf dem später das Holz gestapelt wird. Läng die hierfür 23 Holzlatten auf 1000 mm Länge ab und schraube die Bretter am Holzrahmen fest. Vergiss an den äußeren Latten die entsprechenden Aussparungen für die Stützpfosten nicht.
Für die beiden Seitenwände benutzt Du die gleichen Bretter wie für die Bodendielen. Läng je Seitenwand 8 Bretter auf etwa 740 mm ab, sodass sie gut zwischen die Stützpfosten passen.
Um Dir die Montage zu erleichtern, kannst Du die Seitenwände zunächst vormontieren. Läng dazu die 22 x 22 mm Kanthölzer jeweils auf 1300 mm als vorderen und 1200 mm als hinteren Rahmen ab. Schraube die Dielenbretter anschließend mit 4,5 x 50 mm Schrauben in einem Abstand von ca. 6,5 cm auf die Kanthölzer und befestige die Wände dann im Ganzen an den Stützpfosten.
Wir empfehlen, einen Holzunterstand mit Rückwand zu bauen. Verfahren dazu in diesem Schritt genauso wie mit den Seitenwänden.
Läng 8 Latten auf 1780 mm ab, sodass sie gut zwischen die Stützpfosten passen. Anschließend schraubst Du die Bretter in einem Abstand von ca. 6,5 cm auf das vorbereitete 22 x 22 mm Kantholz (2 x 1200 mm), um sie darüber an den Pfosten zu befestigen.
Säge nun ein weiteres 69 x 22 mm Holz auf 1225 mm zu und schraube es mit 3,5 x 40 mm Schrauben als mittleren Stützpfosten zur Versteifung der Rückwand fest.
Säge aus dem 76 x 50 mm Konstruktionsholz zunächst die Dachbalken und Querstreben mit dem Gehölzschneider zu. Die Seitenbretter müssen entsprechend des Gefälles der Dachneigung angepasst werden:
2x 1900 mm
1x 900 mm
2x 1000 mm
2x 925 mm
Bringe anschließend den Dachrahmen an den Stützpfosten an und befestige die Querstreben.
Säge aus dem 76 x 50 mm Holz mit dem Gehölzschneider zwei 400 mm lange Stützwinkel auf 45 Grad zu und bringe beide an der Vorderseite an. Nun kannst Du das Wellblech von oben an den Dachbalken verschrauben.
Geschafft! Dein Holzunterstand ist fertig. Nun kannst Du Dein Holz richtig lagern.
Wenn Du den Holzunterstand baust, benutzt Du dafür am besten imprägniertes Holz. So ist eine direkte Pflege nicht nötig. Feg im Herbst jedoch das Laub vom Dach und entferne im Frühjahr gegebenenfalls Moos.
Mit dem Bau Deines Holzunterstands ist der erste Schritt getan, damit Du Dein Brennholz lagern kannst. Nun kommt es jedoch darauf an, das Holz richtig zu stapeln, damit die Luft dazwischen gut zirkulieren kann. Nur so kannst Du sichergehen, dass nach einer Lagerung von etwa zwei Jahren die vorgeschriebene Restfeuchte von weniger als 25 Prozent erreicht wird. Denk daran: Hartholz benötigt zur Trocknung länger als Weichholz, ist dafür jedoch weniger empfindlich gegenüber Wettereinflüssen.
STIHL Profi-Tipp
Besorge Dir ein Feuchtemessgerät. Damit erfährst Du innerhalb weniger Sekunden, ob das Brennholz trocken genug ist, um es effizient und umweltfreundlich zu verbrennen.
Wenn Du Brennholz lagerst, lege am besten vorne in der untersten Reihe einige Holzscheite quer, damit Dir das gelagerte Holz nicht entgegenkommt, wenn Du Dein Holz hoch stapelst. Anschließend stapelst Du Dein Brennholz locker übereinander. Bei selbst gesägten Stämmen sind die Scheite naturgemäß unregelmäßig und liegen somit nicht zu dicht aneinander. Durch die kleinen Zwischenräume ist eine ausreichende Luftzirkulation gewährleistet, damit das Holz trocknen kann. Achte stets darauf, dass Dein Kaminholz keinen Kontakt zum Erdboden oder zu Ästen und Zweigen hat.
Sichtschutz aus Brennholz bauen
Ein Holzunterstand kann nicht nur zur Lagerung von Brennholz dienen, sondern auch als praktischer Sichtschutz eingesetzt werden. Platziere ihn einfach geschickt an der Grundstücksgrenze oder vor weniger schönen Ecken im Garten – wenn Du einen Sichtschutz aus Brennholz baust, bleibst Du vor neugierigen Blicken verschont.