Eine Holzlaterne selber bauen - so geht's

Mit der Carving-Methode bauen Sie aus einem Baumstamm eine Laterne, die Haus und Garten stimmungsvoll beleuchtet.

Das passende Holz für eine individuelle Laterne

Welches Holz sich besonders gut zum Schnitzen eignet, lässt sich schwer verallgemeinern. Grundsätzlich gilt: Wenn man das Holz richtig behandelt, gibt es fast keine Einschränkungen hinsichtlich der Sorte. Suchen Sie sich also das Holz ganz nach Ihren Vorlieben aus. 

Frisch geschlagenes Holz sollte vor der Verarbeitung getrocknet werden. Je trockener das Holz ist, desto besser eignet es sich, da so die Gefahr von Trockenrissen sinkt.
Für die ersten Objekte sollte das Material nicht zu hart sein, um schnell ein gutes Ergebnis erzeugen zu können. Weiches Nadelholz mit wenig Harzanteilen ist ein besonders guter Werkstoff. Später kann dann beispielsweise auf Pappel und Eiche, Douglasie oder verschiedene Obstbaumsorten umgeschwenkt werden.

Die richtige Holzpflege

Holz ist ein lebendiges Naturprodukt. Luftfeuchtigkeit und Witterung haben permanenten Einfluss auf die Beschaffenheit des Materials, weshalb es sich ständig verändert. Rissbildungen und Verfärbungen sind normal, können aber mit verschiedenen Ölen, Wachsen oder Lasuren behandelt und eingedämmt werden. Ganz verhindern kann man eine Veränderung von Holz nicht – das trägt allerdings auch zum Charme und Charakter des Materials bei.

Folgendes Material und Werkzeug benötigen Sie für den Bau der Holzlaterne

Stammstück, 30 bis 40 Zentimeter Durchmesser, Höhe 35 bis 40 Zentimeter

  • Sägebock
  • Spanngurt
  • STIHL Beil
  • STIHL Motorsäge 
  • Schäl- und Ziehmesser zum Entrinden
  • Kreide zum Anzeichnen
  • Lichtquelle, beispielsweise eine Lichterkette
  • Persönliche Schutzausrüstung

Do-it-yourself-Anleitung: Holzlaterne selber machen

Bevor Sie mit der Motorsäge loslegen, sollten Sie daran denken, das Stammstück auf einem Sägebock fest zu fixieren. Am besten eignet sich hierfür ein Spanngurt. Mit einem Stück Kreide können Sie im Anschluss die ersten Schnitte vorzeichnen – so haben Sie einen klaren Ansatzpunkt für die Säge. 

Das Ziel ist es, das Rundholz auszuhöhlen. In diese Aussparung setzen Sie später Ihre Lichtquelle. Das in die Figur geschnitzte Muster lässt, je nach Größe und Form, das Licht von innen nach außen durch.

Holzlaterne selber bauen: Bauanleitung im Kurzüberblick

  • Formen Sie die Grundfigur, indem Sie das Rundholz aushöhlen.
  • Schnitzen Sie nun nach Belieben Lichtschlitze in Ihre Figur.
  • Entrinden Sie das Holz und pflegen Sie die fertige Laterne mit dem passenden Öl.

 

1. Das Formen der Grundform

Zunächst wird das Stammstück grob ausgehöhlt:

  • Stechen Sie links und rechts parallel ungefähr 30 Zentimeter tief ins Holz ein.
  • Drehen Sie das Rundholz um 90 Grad und wiederholen Sie die Stiche an den oberen und unteren Kanten, sodass ein rechteckiger Kern entsteht.
  • Sägen Sie nun das Stammstück auf etwa 30 Zentimeter ab, sodass Sie den heraus gesägten Kern mit der Rückseite des Beils herausschlagen können.
  • Die Holzscheibe, die übrig bleibt, kann später als Boden der Laterne verwendet werden.
  • Bitte bedenken Sie: Bei dieser Arbeitstechnik besteht erhöhte Rückschlaggefahr. Unbedingt die Sicherheitshinweise in der Betriebsanleitung der Motorsäge beachten und die Technik nur anwenden, wenn Sie damit vertraut sind.

 

2. Den Baumstamm aushöhlen

  • Sobald die Grund-Figur – ein grob ausgehöhltes Stammstück – fertig ist, geht es an die Feinarbeit.
  • Tragen Sie nun an allen vier Innenseiten so viel Holz ab, dass eine gleichmäßig dicke Wand entsteht.
  • Mit der Seite der Motorsägen-Kette lässt sich die Oberfläche des Holzes besonders fein bearbeiten.

 

3. Das Sägen der Lichtschlitze

  • Damit das Licht aus dem Inneren auch nach außen scheinen kann, werden Lichtschlitze ins Holz gesägt. Wie das Licht durch das Holz fällt, ist ganz Ihnen und Ihrer Kreativität überlassen.
  • Das Formenmuster sollte für einen optimalen Leuchteffekt weder zu dünn, noch zu dick sein.
  • Beim Muster kommt es auf die Ausstattung Ihrer Kettensäge an. Eine Carving-Garnitur erlaubt Ihnen aber in der Regel eine filigrane und wendige Arbeitstechnik.
  • Zeichnen Sie mit Kreide die Figur auf dem Holz vor. Schnitzen Sie entlang der Markierungen Ihr gewünschtes Muster ins Holz.
  • Vorsicht: Beim Einstechen besteht erhöhte Rückschlaggefahr. Beachten Sie unbedingt die Sicherheitshinweise in der Betriebsanleitung.
  • Ein kleiner Schlitz auf der Rückseite hilft beim Einführen der Lichtquelle. 

4. Das Holz entrinden

  • Rinde ist ein fester Bestandteil eines Baumes, doch für dieses Holzwerkstück benötigen wir sie nicht.
  • Die Außenschale des Holzes lässt sich nicht immer leicht entfernen, vor allem dann nicht, wenn die Oberfläche möglichst unbeschädigt bleiben soll.
  • Mit einem Beil ist das kleine Stammstück aber gut zu bearbeiten.
  • Schälen Sie die Rinde erst nach dem Schnitzen der Lichtschlitze mit dem Beil ab. So vermeiden Sie abstehende Fasern an den Einschnitten.
  • Den Feinschliff erhält die Laterne mit Feile und Schleifpapier.

Tipps für den Außenbereich

Wenn Sie die Laterne im Außenbereich platzieren möchten, greifen Sie idealerweise auf Skulpturenwachs für halbtrocken geschnittene Skulpturen zurück. Für die Beleuchtung empfehlen sich LED-Leuchtmittel, welche sowohl im Innen- als auch Außenbereich eingesetzt werden können. 

 

Zusammenfassung: Holzlaterne selber bauen

  • Carving bezeichnet das feine Schnitzen von Holz mit der Motorsäge.
  • Geeignetes Holz für Schnitzskulpturen ist für Anfänger weiches Nadelholz.
  • Fortgeschrittene können auf Pappel, Eiche, Douglasie oder manche Obstbaumsorten umsteigen. 
  • Bitte tragen Sie immer Ihre persönliche Schutzausrüstung gemäß der Bedienungsanleitung Ihres Geräts.
  • Für die Laterne wird lediglich ein Stammstück gebraucht, das zunächst ausgehöhlt wird.
  • Feine Lichtschlitze werden nach eigenen Vorstellungen in die Vorderseite der Laterne geschnitzt.
  • Holzstück mit Beil entrinden und feinschleifen.
  • Das Holz mit Bienenwachs oder der passenden Innenlasur nachbehandeln.