Waiblingen, 29.04.2008

STIHL weiter auf Wachstumskurs

Trotz Immobilienkrise in den USA, dem größten Einzelmarkt von STIHL, und schwachem US-Dollar erzielte die STIHL Gruppe im Jahre 2007 ein Umsatzwachstum von 3,4 Prozent. Der weltweite Umsatz lag bei 2.087,8 Millionen Euro und wäre währungsbereinigt noch 2,5 Prozent höher ausgefallen. Das Wachstum basierte auf höheren Absätzen. Der  STIHL Vorstandsvorsitzende, Dr. Bertram Kandziora, sagte bei der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens mit Blick in die Zukunft: „Mit hohen Investitionen aus eigener Kraft in Produktentwicklung, Fertigung und Vertriebslogistik schaffen wir eine gesunde Basis für unser künftiges Wachstum."

Finanz- und Immobilienkrise hinterlässt deutliche Spuren
Bei den Motorsägen konnten mit Ausnahme von Italien, den USA und Deutschland in den großen Absatzmärkten Zuwachsraten verzeichnet werden. Der Markt der benzingetriebenen Motorgeräte profitierte von der positiven Entwicklung in Europa, vor allem Osteuropa, und dem starken Wachstum in Lateinamerika. In den USA war das Umsatzvolumen rückläufig. Die Finanz- und Immobilienkrise in den USA hat deutliche Spuren hinterlassen. Vor allem der Einbruch bei den Baubeginnen neuer Privathäuser von 25 Prozent sorgte dort 2007 für eine Wachstumsabschwächung. 76 Prozent  des Holzvolumens in den USA werden allein für Wohnungsneubauten und Renovierungen benötigt. Die Wohnbaukrise und deren Auswirkungen auf die vorgelagerten Industriezweige der Forst- und Holzwirtschaft trugen zu einem sinkenden Motorsägenabsatz bei. Der Motorgeräteabsatz blieb hingegen stabil, obwohl die Witterungsbedingungen in weiten Teilen der USA eher ungünstig waren. Besonders der Sommer war vielerorts zu heiß und zu trocken, so dass der Absatz von Motorgeräten dort unter Vorjahresniveau lag. Insgesamt konnte STIHL weltweit jedoch mit überdurchschnittlichen Absatzzahlen die globale Marktposition weiter ausbauen. Der Umsatzanteil außerhalb Deutschlands lag bei 88,3 Prozent. Im Euro-Raum erzielte das Unternehmen 34,1 Prozent des Gesamtumsatzes; auf die EU entfiel 46,8 Prozent.

Vielzahl neuer Produkte in den Markt gebracht
Auch 2007 brachte STIHL eine Vielzahl an neuen Produkten und Innovationen in den Markt. Im Mittelpunkt standen dabei die Reduzierung von Kraftstoffverbrauch und Emissionen, neue Werkstoffe und mehr Komfort für den Kunden. So wurden die neue Kompaktsägen STIHL MS 171, MS 181 und MS 211 zur Marktreife gebracht. Mit einer neuen 2-MIX-Technologie konnten die Abgasemissionen um über 60 Prozent sowie Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen um 20 Prozent verringert werden. Den STIHL-Entwicklern gelang es zudem, die Vibrationen um 50 Prozent zu senken.

Investitionen auf Rekordniveau
Das Jahr 2007 war erneut ein starkes Investitionsjahr in der STIHL Gruppe. Von dem Investitionsvolumen von 170,9 Millionen Euro (Vorjahr 164,2 Millionen Euro) entfielen 23 Prozent auf das deutsche Stammhaus und 77 Prozent auf die Verbundenen Unternehmen im In- und Ausland. Rund 90 Prozent der Investitionen flossen in die Produktionsgesellschaften. Hier dienten die Mittel insbesondere der Erweiterung von Fertigungsanlagen und Produktionsgebäuden. So begann das Unternehmen in der Schweiz mit dem Bau eines zweiten Kettenwerkes. In den USA wurde eine neue Schienenfabrik fertiggestellt und mit dem Fertigungsbetrieb begonnen. VIKING eröffnete in Österreich in seinem neuen Erweiterungsbau ein Kompetenzzentrum zur Entwicklung und Erprobung. Neben den Investitionen wuchs auch die Beschäftigung: Der weltweite Personalstand stieg um 3,4 Prozent auf 9.779 Mitarbeiterin¬nen und Mitarbeiter zum Stichtag 31. Dezember 2007.

Auch Stammhaus legt zu und stellt 63 Auszubildende neu ein
Der Umsatz im Stammhaus, den sieben produzierenden Werken der ANDREAS STIHL AG & Co. KG in Deutschland, erhöhte sich um 4,3 Prozent auf 906,5 Millionen Euro. Die Investitionen erreichten 39,4 Millionen Euro und lagen damit um 4,5 Millionen Euro deutlich über Vorjahresniveau. Der Personalstand im Stammhaus nahm um 1,2 Prozent auf 3.833 Beschäftigte zu. Zum Stichtag 31. Dezember 2007 arbeiteten 2.860 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Waiblingen, 312 in Ludwigsburg, 599 in Prüm-Weinsheim und 62 in Wiechs am Randen. 63 Auszubildende wurden 2007 neu eingestellt. STIHL bildet über Bedarf aus und zeigt damit gesellschaftspolitische Verantwortung. Dr. Bertram Kandziora hob die hohe Qualität der Ausbildung bei STIHL hervor: „Die Ausbildung bei STIHL ist bei jungen Leuten sehr beliebt und genießt einen exzellenten Ruf. Das sehen wir auch an steigenden Bewerberzahlen."

Vorstandsvorsitzender ist verhalten optimistisch für 2008
„Wir planen in diesem Jahr vorsichtig, denn vor allem die Finanz- und Immobilienkrise in den USA macht sich in unseren Marktsegmenten stark bemerkbar", so Dr. Kandziora zu Erwartungen an das laufende Jahr. Das Ende dieser Krise mit allen weltweiten Konsequenzen sei heute noch nicht absehbar. Hinzu komme, dass der starke Euro gegenüber dem schwachen Dollar die Umsatzzahlen in Euro gerechnet, verschlechtere. Zum weiteren Verlauf des Jahres sagte der Vorstandsvorsitzende: „STIHL ist mit seinen Produkten und Fertigungsstätten in unterschiedlichen Währungsräumen weltweit gut aufgestellt, so dass trotz der gravierenden Währungsverschiebungen die notwendigen Marktpreisniveaus weltweit getroffen werden. Ich sehe daher die weitere Entwicklung dieses Jahres trotz der angespannten Lage in den USA mit verhaltenem Optimismus."

Unternehmensportrait
Die STIHL Gruppe entwickelt, fertigt und vertreibt motorbetriebene Geräte für die Forstwirtschaft und Landschaftspflege sowie die Bauwirtschaft. Ergänzt wird die Produktpalette durch das Gartengerätesortiment von VIKING. Die Produkte werden grundsätzlich über den servicegebenden Fachhandel vertrieben – mit 32 eigenen Vertriebsgesellschaften, mehr als 120 Importeuren und rund 35.000 Fachhändlern in über 160 Ländern. STIHL ist seit 1971 die meistverkaufte Motorsägenmarke weltweit. Das Unternehmen wurde 1926 gegründet und hat seinen Stammsitz in Waiblingen bei Stuttgart. STIHL erzielte 2007 mit rund 9.800 Mitarbeitern weltweit einen Umsatz von über 2 Mrd. Euro.

(Bei Abdruck Belegexemplar erbeten)

Bildtext:
Vorstandsvorsitzender Dr. Bertram Kandziora erläutert die Kennzahlen des Geschäftsjahres 2007.

Foto: STIHL (Abdruck honorarfrei/Belegexemplar erbeten)

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